Who the fuck is Malina?
Eine szenische Annäherung an Ingeborg Bachmann – von und mit Charlotte Kaiser
Als „künstlerische Anamnese“ der österreichischen Schriftstellerin und Lyrikerin bringt Charlotte Kaiser Motive aus dem Roman „Malina“ in eine episch-dramatische Form. Ausgangspunkt sind der Roman selbst sowie Ingeborg Bachmanns umfangreicher Briefwechsel mit ihren „Jahrhundertlieben“ Paul Celan und Max Frisch und mit dem Musiker Hans Werner Henze; auch autobiografischen Parallelen geht der Abend nach. Im Zentrum steht ein in die Selbstzerstörung treibender Versuch weiblicher Selbstermächtigung nach dem Zweiten Weltkrieg. „Who the fuck is Malina?“ ist ein monologischer Theaterabend, bei dem die Schauspielerin alle Figuren in sich vereint. Offen bleibt, ob es sich dabei um ein Selbstgespräch oder einen Dialog handelt. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum bietet dieser Arbeit einen Resonanzraum für die Begegnung von Literatur, Archiv und Gegenwart.
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum anlässlich des 100. Geburtstages der Dichterin.